Folgenden Text habe ich gepostet, um mit einer komplizierten Liebesgeschichte abzuschließen:
Es gibt Tage an denen man sich wünscht, man würde neu geboren. Es gibt Tage, die einen verrückt machen, depressiv, unsicher und ängstlich stimmen. Es gibt viele Auslöser für solche Gefühlszustände. Am schlimmsten jedoch wird es dann, wenn diese Tage kein Ende nehmen. Zumindest, kein absehbares Ende. Man weiss dass morgen, sobald man aufwacht, die Welt um einem herum nicht besser sein wird. Man wird wieder in den Sog gezogen, der aus Langeweile besteht. Zu dem sich Einsamkeit, Perspektivlosigkeit und letzten Endes schwere Traurigkeit hinzumischen. Der Tag wird nicht mehr gelebt, er wird einfach nur beobachtet, gehasst, während man sich von den Stunden und Minuten, den wechselnden Tageslichtern gequält fühlt. Man schaut zurück. Man schaut nur zurück und vergisst die Gedanken an den besseren Morgen, an eine bessere Zukunft. Man sieht nur das Vergangene. Das Vergangene, das einem so weh tat. Das einem eines Tages das Herz zerbrechen ließ. Ganz langsam, Stück für Stück, Schlag für Schlag. Die Wärme entweicht, der Kopf wirkt leer und doch so voll. So unheilbar voll. Die Verletzung ist tief und sie schmerzt. Man kann sie nicht sehen, nein, aber sie ist da, sie ist für jeden ersichtlich und bemerkbar. Doch es genügt kein Pflaster, um die Blutung zu stoppen. Es genügen keine Tabletten, um die Schmerzen zu lindern. Es hilft keine Creme, um den Schorf zu mildern. Das Herz ist getroffen, die Seele blutet, die Gedanken färben sich trüblich und man beginnt, die Fröhlichkeit zu verlernen. Man vergisst die Perspektiven und die Hoffnungen, dass alles jemals wieder in Ordnung sein könnte.
Nichts ist in Ordnung. Was ist schon in Ordnung? Was ist in meinem Leben in Ordnung, wenn Werte wie Liebe und Zweisamkeit zerstört wurden? Was ist Liebeskummer, wenn dieser kein Ende nehmen möchte? Unendlicher Liebeskummer? Sind es selbstzerstörerische Zellen, die einem dem Lebensmut, den Glauben an die Liebe, das Fröhlichsein nehmen? Wieso ist die Liebe, die gebrochene Liebe so mächtig, dass nicht einmal ansatzweise all das, was ich habe, dagegen ankommen kann? Wieso schafft es die Liebe alles zu mobilsieren, wenn die zerbrochene Liebe alles vernichtet? Ist es eine mathematische Gleichung? Ist eine Anomalie nicht möglich? Weshalb kann mein Herz den Verlust nicht tragen? Überhaupt, wieso zerbricht mein Herz von Tag zu Tag mehr? Ich finde einfach keine Lösung. Seit Monaten finde ich sie nicht. Ich komme nicht drüber hinweg, so sehr ich mich auch bemühe. Ich steige über Gipfel, über Berge, nur um dann zu erkennen, dass der wahrhaftige Berg noch vor mir steht und mir jedes Mal die Hoffnung auf Besseres zerschlägt. Ich bemühte mich doch aber. Ich gestand meine Liebe auch nach dem Tag X, ich kämpfte wie ein Ritter, dessen Rüstung zu schwach war. Liebe kennt keine Grenzen. Sie kennt sie auch nicht, wenn das Herz nicht mehr bereit ist zu schlagen. Und es tut weh. Es tut weh weil Ich realisiere, dass meine Vorstellung, meine Wertigkeit der Liebe größer war als die deine. Ist es der Liebe nicht vermacht alles zu meistern, alles zu geben und alles zu tun? Die Liebe verkleinert jedes noch so unüberwindbare Problem. Ist es nicht so? Es ist so. Es war bei mir so. Was bedeutete dein “Ich liebe Dich!”, wenn Du es doch nicht tatest. Was bedeuteten deine Tränen, wenn sie doch nicht echt waren.
Liebte Ich dich etwa, weil Ich es konnte und Du mich, weil Du es musstest? Ist es diese Antwort, die die Lösung ist? Manchmal ist die Lösung viel einfacher als man denkt. Manchmal ist die Wahrheit viel simpler, viel absehbarer. Dreht sich alles nur um den Sex? Dreht sich alles nur darum, um anderen den Kopf zu verdrehen? Es ging dir darum. Die eigene Bestätigung man sei attraktiv und begehrenswert für andere. Sie bedeutete dir mehr als meine Liebe? Ja, sie tat es. Tatsächlich. Ich will nicht wissen, ob dich nun, nach dem Tag X, wieder andere begehren. Ob Du dich anderen begehrbach machst. Wieso erzählst Du mir davon? Reicht es dir nicht, mein Herz einmal zerbrochen zu haben? Reicht es dir denn nicht, dass ein Mensch den wertvollen Glauben an die Liebe verloren hat? Verletzt dich das nicht, lässt es dich nicht darüber nachdenken, dass Du Falsches tust, schlecht handelst? Wieso gehst Du mit der Tatsache so leicht um, dass Du das, was jeder Mensch auf diesem Planeten sucht, gegen etwas eintauschst, das dir nicht jeder geben kann? Wieso liegst Du nicht nachts im Bett und vergießt eine Träne nach der anderen? Wieso liest Du diese Zeilen nicht? Du liest sie nicht, du wirst sie nie lesen, du wirst sie auch nie begreifen. Ich hasse es dich zu lieben. Ich hasse es, dass ich dich liebe. Verschwinde aus meinem Kopf, verschwinde aus meinem Herzen. Du bist auch aus meinem Leben verschwunden, und es fiel dir leicht. Lass’ mich den Morgen erleben, lass’ mich endlich wieder froh sein!