Traurige Augen
hat er, der Mann mit dem
schwarzen Haar.
Auch wenn er lacht, bleibt in seinen Augen eine erdrückende Schwere. Wenn du ihm in die Augen schaust, wirst du sentimental. Melancholisch. Und alles wird etwas tiefer. Der Blick in die Welt. Das eigene Leben.
Der Mann mit dem schwarzen Haar
fragt seinen Freund, ob er ihn umbringen kann. Er bittet ihn. Er bettelt nicht, dafür hat er zu viel Stil. Er bietet ihm Geld. Und der Freund fragt. Warum. Warum?
Der Mann mit dem schwarzen Haar sagt,
er habe eine Frau und Kinder und viel Geld, aber er sei unglücklich und er wolle sterben, doch er möchte seiner Familie keinen Selbstmord zumuten. Der Freund nickt. Er braucht Geld. Er überlegt. Dann nickt er wieder. Er wird ihn töten.
Sie treffen sich in einem Tunnel. In der Nacht. Der Freund schleicht durch die Gänge und erschrickt. Da steht er,
der Mann mit den traurigen Augen. Sie stehen sich gegenüber. Der Freund zückt die Pistole. Der Unglückliche schließt die Augen. Es knallt. Dann kippt
der Mann mit dem schwarzen Haar in die Arme des Freundes.
Das war nur eine Platzpatrone, sagt der Freund zitternd. Die nächste wird dich jedoch töten. Willst du immer noch sterben?
Der Mann mit dem schwarzen Haar und den traurigen Augen
schüttelt den Kopf.
Nein, jetzt nicht mehr, sagt er.